
25. So langsam wie der Ehrwürdige Mahanaga
So auch der Mönchsältere Mahanaga aus Kalavallimandapa, der mit einem dem Übungsgegenstande hingegebenem Geiste seine Füße hob und vor dem Betreten eines Dorfes etwas Wasser in den Mund füllte.
Er wählte die sicheren Straßen, wo ihm keine Gefahr von Trunkenbolden, Spielsüchtigen, Raufbolden oder Elephanten, Pferden und Hunden drohte.
Auf Almosengang ging er eben nicht schnell und eilig hetzend, weil es nämlich keine Läuterungsübung des Brockenbettelns gibt, die in Eile ausgeführt wird.
Wie das Wasser in einem Krug oder einer Schüssel trotz unebenem Boden stille steht, so still war sein Wandeln. Wenn er die Straßen betrat, bemerkte er, wer Gaben zu reichen wünschte und wer dies nicht wünschte. Hatte er die Almosenspeise erlangt, setzte er sich an einem beliebigen Platze innerhalb des Dorfes, jenseits der Dorfgrenze oder im Kloster nieder, erwog die Widerlichkeit der Nahrung, reflektierte über die Gleichnisse vom Achsenöl, von der Medizin und vom Kinderfleisch in der Wüste und aß die Speise nach den acht Eigenschaften: Weder zur Zier noch Letzung und Ergetzung, eben jeden Bissen gründlich betrachtend.
Dann trank er das nötige Wasser und verweilte einen Augenblick bis die vom Mahle sich einstellende Müdigkeit verflogen war. Danach übte er erneut seinen Übungsgegenstand am Nachmittage wie am Vormittag. In den ersten Stunden wie den letzten Stunden der Nacht.
Wenn ihn an dem Tage jedoch bis zum verlassen des Dorfes keiner angeredet
hatte, zog er stumm hinfort.![]()